Warum gehen auch die feministischen studien unter die blogger*innen?

Die Zeitschrift feministische studien ist die mittlerweile dienstälteste interdisziplinäre Zeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung, feministische, queere und intersektionale Theorie im deutschsprachigen Raum. Als Forum für die Publikation wissenschaftlicher Ergebnisse sowie des feministischen Nachdenkens über Geschlechterverhältnisse und -ordnungen ist sie auch weiterhin unverzichtbar. Eine wissenschaftliche Zeitschrift ist freilich aus guten Gründen ein in jeder Hinsicht langsames Format. Nach mehr als 30 Jahren schien es uns daher an der Zeit, uns an einem anderen, schnelleren Format zu probieren: Ein Blog.

Wir versprechen uns davon, damit jene zu erreichen, von denen es oft genug heißt, dass es sie gar nicht (mehr) gibt: Feminist*innen jeglichen Geschlechts, die wie Sookee und Beyoncé, wie Chimamanda Ngozi Adichie und Min Jin Lee, wie Judith Butler und Uma Narayan davon überzeugt sind, dass Feminismus noch an der Zeit ist; die an feministischem Denken interessiert sind; die Theorie und Aktivismus verbinden; jene, die Feminismus weder für ein Komplott der Tussikratie halten noch der Meinung sind, dass lean in und stand up die (einzig) zukunftsweisenden feministischen Grundhaltungen sind. Wir wollen damit selbst auch erreichbar werden und aktiv zum Austausch über feministische Standpunkte und Haltungen, über Wissen und Wissenschaft und die komplizierten Beziehungen zwischen Wissen und Politik beitragen.

Das Blog der fs will schnell sein, aber nicht voreilig, es will aktuell sein, aber die Dinge mit wissenschaftlicher Tiefenschärfe feministisch analysieren. Das Blog will die Zeitschrift produktiv ergänzen. Es will den Dialog zwischen unterschiedlichen feministischen Generationen befördern und ein Ort für unfrisierte Gedanken sein, die dennoch Façon haben.

Im zweimonatigen Wechsel werfen Autor*innen-Duos ihren Blick auf die Welt und was sich in ihr ereignet und werden dies mit feministischem Sachverstand für uns analysieren und interpretieren. Für den Auftakt konnten wir zwei der prominentesten feministischen Denker*innen im deutschsprachigen Raum, Gudrun Axeli Knapp und Maureen Maisha Eggers, gewinnen, worüber wir uns sehr freuen.

Und jetzt wünscht die Blog-Redaktion der fs, Kathrin Ganz, Sabine Hark, Anna-Katharina Meßmer und Tanja Thomas, allen Leser*innen ebensoviel Vergnügen beim Lesen wie wir es bei der Entwicklung und dem Aufbau des Blogs hatten und lädt dazu ein, mit den Autor*innen und uns ins Gespräch zu kommen (Anklicken des Titels dieses Beitrags öffnet die Seite mit Kommentarfunktion).

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