CTR im Interview mit IK und SH
© Stephan Röhl

Die Freundschaft zur Welt nicht verlernen

Ein Gespräch am 4. Oktober 2016 über Feindschaft zwischen Christina Thürmer-Rohr (CTR), Sabine Hark (SH) und Ines Kappert (IK)   IK: Angesichts des Rechtsrucks in Deutschland und in Europa sagten Sie, es wäre an der Zeit, mehr über Feindschaft nachzudenken. Was meinten Sie damit? CTR: Der Anlass war ein Interview mit dem französischen Philosophen Alain …

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Christina Thürmer-Rohr, Kongress zur Mittäterschaft 1987,
© privat

Die Wegbegleiterin

Die Erfahrung, in Bewegung zu sein, gründet in der Erfahrung von Resonanz. Auf Antworten stoßen, Widerhall finden, wirksam werden – das trägt, das bindet und ist doch aus demselben Stoff, aus dem sich Projektionen kollektiver Stärke und die trügerische Gewissheit von Gemeinsamkeit speisen können. Keine der feministischen Denkerinnen der Anfangsjahre der neuen Frauenbewegung in der …

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Büro Christina Thürmer-Rohr; privat

Verbindung in der Abgrenzung

Während die Texte von Christina Thürmer-Rohr viele weiße Frauen* direkt beeinflusst haben, so waren sie für mich – und möglicherweise für andere Women of Color und Jüdinnen – wichtig für die Abgrenzung beziehungsweise Schärfung der Differenz, die strukturelle und geschichtliche Lebensrealitäten prägen. Besonders prägend war dies im Kontext der Veröffentlichung des Bandes Mittäterschaft und Entdeckungslust (Studienschwerpunkt …

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Foto und Copyright: Stephan Röhl

Das Leben, das wir haben

»Ich plädiere also für diese ganze verrottete Gegenwart. Sie ist unsere einzige Gelegenheit. Sie ist das Leben, das wir haben. Sie und keine andere birgt den Stoff, um unsere Kräfte zu entwickeln.« Christina Thürmer-Rohr schrieb diesen Satz Mitte der 1980er Jahre zwischen Nato-Nachrüstungsdebatte, der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl und den Bundestagswahlen 1987, die die christlich-liberale Regierungskoalition unter Führung …

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regine70

feministische studien – Ein Schlaglicht und ein Glückwunsch

Die 1982 entstandene Zeitschrift feministische studien erscheint bald im 35. Jahr. Mehrmaligen Verlagswechseln und kontrovers geführten Debatten um den Namen zum Trotz blieb dieser. feministische studien heißt die Zeitschrift bis heute. Der thematische Bogen der Hefte war und ist weit gespannt: Geschlechterverhältnisse in einzelnen Ländern wurden analysiert, Care und Sorgeverhältnisse, Frauenbewegungen und Neuer Feminismus, Queerness, …

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Foto: Katharina Hoppe

Think we must; we must think

Die Arbeiten der Biologin und feministischen Wissenschaftstheoretikerin Donna Haraway sind bis heute prominent mit der Figur der Cyborg assoziiert, der Hauptprotagonistin ihres berühmten „Manifest für Cyborgs“ (1985). Haraway votierte hier dafür, die Naturwissenschaften sowie technologische Entwicklungen in ihren Ambivalenzen, das heißt Gefahren und Chancen, ernst zu nehmen und zum elementaren Bestandteil feministischer Theoriebildung und Forschung …

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